Dienstag, 31. März 2015

Kopfkino bei jedem anders

Das muss ich jetzt einfach mal rauslassen.

Hin und wieder schaue ich mir die Rezis zu meinem Büchern, oder die Kommentare auf bookrix oder Fanfiktion an. Dabei halte ich mir nicht nur die aufgezählten Fehler vor Augen, sondern auch die Anmerkungen und Sichtweisen der Leser.

Ich finde es immer wieder faszinierend, was die Leser in meinen Geschichten sehen.

Manche Kommentare stimmen mit meinen Vorstellungen überein und ich nicke zufrieden, weil es genau das ist, was ich beabsichtigt habe.

Andere finden Lücken, Fragen und Dinge, die mir beim Schreiben unwichtig waren, weil sie nicht zur Story gehören. Die Randcharaktere, Schauplätze und erwähnte Gegebenheiten noch näher zu erläutern, wäre auch für mich interessant gewesen, ich habe aber bewusst drauf verzichtet. Ich kann verstehen, dass es neugierig macht, aber ich denke, dass es den Verlauf verwischt hätte und man nicht mehr genau wissen würde, worum es geht.
Dies ist übrigens einer der Aspekte, warum ich angefangen habe zu schreiben. Mich hat der kaum erwähnte Nebendarsteller wesentlich mehr interessiert, als die Hauptakteure und erfand kurzerhand eine eigene Geschichte um ihn. Oder mir hat ein Ende nicht gefallen und hab sie um- oder fortgeschrieben.

Dann gibt es jene, die vollkommen neue Dinge bringen, die mich überraschen, faszinieren, mich begeistern oder denen ich etwas skeptisch gegenüberstehe oder mit denen ich mich absolut nicht identifizieren kann. In jedem Kopf gehen andere Vorgänge vor sich. Jeder hat eine andere Sichtweise auf Dinge. Was sich schon allein an der Meinung einzelner Geschichten widerspiegelt. Das wird zum Teil total gegensätzliches beschrieben. Die einen finden es einen tollen Lesespaß, die anderen halten dieselbe Geschichte blöd und für Schrott. Oder Nikolas habe zu früh nachgegeben, die nächsten sind genervt von dem Gezicke und dem ewigen Hin und Her. Auf Facebook gab es hierzu mal einen interessanten Post mit Gegensätzlichkeiten aus Rezenssionen.

Warum ich dies gerade erwähne? Ich bin vorhin die ganzen Rezensionen von Mitternachtskrieger, den Drachenfedern-Bücher und den anderen durchgegangen und war ein weiteres Mal fasziniert von den Bemerkungen. Wenn ich ein Buch, die Lebensgeschichte meist zweiter virtueller Menschen schreibe, habe ich auch bestimmte Hintergründe im Kopf. Ich gebe jeder Story eine Aussage mit, ein Fazit, irgendein Gefühl, das ich im Leser erzeugen will. Natürlich versuche ich, so zu beschreiben, dass diesselbe Botschaft ankommt, die ich mir auch ausgedacht habe. Es ist aber schier unmöglich. Wenn ich die Rezis lese, muss ich das immer wieder feststellen. Jeder sieht es anders. In jedem Kopf läuft ein anderes Kopfkino ab. Allein schon, wenn ich dem Prota blonde Haare andichte. Blond hat viele Nuancen. Die einen zählen Dunkelblond noch dazu (wozu ich mich zähle), andere nur das grelle Weißblond. Deswegen ist es höchst interessant, zu erfahren, wie und in welcher Form die Informationen und Botschaften ankommen.
Manche Bemerkungen sind wahre Inspirationen und haben schon ettliche neue Geschichten hervorgebracht. Bei manchen verbessere und überarbeite ich die Geschichte, bis jenes so klar rüberkommt, wie ich es meinte. Und wie ich oben erwähnt habe, gibt es auch Ansichten, die ich ablehne. Was aber nicht heißt, dass sie falsch sind, sondern meiner Meinung nach nicht zur Story passen.
Eine Kurzgeschichte z.B., in der die ganze Vorgeschichte nebst Nebengeschehnisse enthalten sein soll, weil man vom Prota noch etwas mehr wissen wollte, wird zum Roman, wenn man dies reinpackt. Kurzgeschichten beleuchten einen kurzen Zeitraum, eine eingeschränkte Gegebenheit. Da wird die Story wie im Spotlight erzählt. Daher bleibt manches offen.
Nebencharaktere, die zwar nett und sympathisch rüberkommen, sind nicht mehr als Nebencharaktere, die nur einen mehr oder minder großen Gastauftritt haben. Mehr über sie zu schreiben, wie auch über Geschehnisse, die aus der Vergangenheit spielten, gehören in eine weitere Story.

Auch wenn ich viele Inspirationen, Anregungen, Tipps und Kritiken aus den Rezis ziehe, so bleiben sie immer noch meine Storys und ich entscheide, was reinkommt, wie sie verläuft und wer gekillt wird. ;) Aber ohne euch Leser gäbe es so manche Story nicht. Daher bin ich dankbar über jeden Kommentar, über jede Idee, über jeden Gedanken, den ihr beim lesen meiner Storys habt.

Dankeschön. Macht weiter so. ♥



Dienstag, 17. März 2015

Jedes Jahr ein Vergnügen ... oder Leipzig und jede Menge Bücher und Leute

Längst ist es für mich zu einem festen Termin geworden. Nicht nur, weil die Glashallenatmosphäre irgendwie leichter zu ertragen ist, als die Menschenmassen in Frankfurts Messehallen. Dieses Jahr  treffe ich zum zweiten Mal die Kuschelgang persönlich. Ein ganzes Jahr darauf hingehibbelt und nun ist es schon wieder vorbei. :(

Der Main-Verlag & Kuschelgang-Stand
Dieses Jahr war aber auch eine ganz besondere Premiere. Die Kuschelgang hatte die Gelegenheit erhalten, in Gemeinschaft mit dem Main-Verlag mit einem Stand dort zu sein. Ich kann euch nicht sagen, wie stolz ich war, als ich meine eigenen Bücher zwischen der Kuschelgang und dem Main-Verlag in die weißen Metallregale platzieren durfte. Da ist ein gaaanz lang ersehnter Traum in Erfüllung gegangen.

Ashan Delon auf der Leipziger Buchmesse
 König Fäiram von Häälröm begleitete mich auf die Messe und hatte ein scharfes Auge auf unsere kleinen, dicken oder schmalen Schätze. Ihm leistete das Maskottchen der Kuschelgang Gesellschaft.
Unser Kuschelbärchen am Anfang der Messe noch in entspannter Position.
Viele, viele, viele Leute waren am Stand. Viele Gespräche wurden geführt, gelacht, Süßigkeiten genascht, leckere Kuchen- und Cupcakes-Mitbringsel verputzt, und viele Autogramme und Widmungen in Büchern geschrieben. Unser Gabentisch mit Lesezeichen, Flyern, Regenbogenbonbons, Armbändern, Kugelschreibern, Buttons, Schlüsselanhängern war ein begehrter Stopp für die Leute, denen prompt ein Lächeln entwich, als sie unseren Regenbogen sahen. Die Kugelschreiber und die Armbänder fanden reißenden Absatz. Und unseren Bonbons und Zuckerstangen konnte niemand widerstehen. Wir auch nicht. :D
Der Kuschelgang-Gabentisch
 Es waren wundervolle vier Tage mit vielen interessanten Eindrücken und Erlebnissen. Meine Füße und mein Rücken sind immer noch ziemlich beleidigt, obwohl ich heute brav zum Rückengymnastik gegangen bin. Da muss ich noch einiges an Wiedergutmachung leisten ;)

Das größte Highlight ist natürlich die Kuschelgang.

Karolina Peli, Mia Grieg, Chris P. Rolls, Ingrid Kunantz, Ashan Delon
Es fehlt noch Sandra Black, die uns Samstag und Sonntag unterstützt hat, und Karo Stein, Juli D. Finn und S.B. Sasori.

Hier sind sie "fast" alle drauf. Eben geklaut von Swantie Bernd. Ich hoffe, du kannst mir verzeihen.
Inklusive "Irgendwie-anders"-Stimme Jasper Dust, der eine Spontanlesung am Stand gehalten hat.

Da wir über ganz Deutschland verteilt sind, ist eine Buchmesse der ideale Treffpunkt. Abends in der Ferienwohnung konnten wir so richtig und in Ruhe kuscheln. Ich vermisse euch jetzt schon wieder.

Ich kann nicht alles aufzählen, was an diesen vier Tagen geschehen ist und was mich bewegt hat. Es war so viel. Ich bin noch immer ganz erschlagen.


Ganz besonders freue ich mich über die süßen Geschenke von Lesern. Wir wurden reichlich versorgt mit Kuchen, Cupcakes und selbst gehäkelten Tierchen. Der grüne Drache ist für mich ♥
Ein von Herzen kommendes Dankeschön an euch ♥

Ich freue mich auf das nächste Jahr. Ob wir wieder mit einem Stand dort sein können, können wir jetzt noch nicht sagen. Aber wenn, werde ich auf jeden Fall wieder mit dabei sein. Auf meiner Liste für das nächste Jahr stehen schon ein Fußbad und ein Igelball für den gepeinigten Rücken - sofern im Koffer genügend Platz ist. Ihr wisst wirklich nicht, wie schwer 15 Bücher werden können, wenn sie 1 Kilometer weit geschleppt werden müssen. Fitness-Programm pur.

Es war trotzallem einfach schön. Anstrengend, aber wunderschön. Alles, was wir uns vorgenommen haben, konnten wir nicht umsetzen. Ingrid ist mir immer noch die versprochene Papyrus-Einweisung schuldig. :* Aber am Abend waren wir rechtschaffend müde, und es gab so viel zu quatschen. Nächstes Jahr kommt bestimmt. Dazwischen liegt noch Berlin an, wo ich sicher auch mit dabei sein werde.

Vielen Dank an all die Leser, die uns besucht haben und die ich namentlich gar nicht mehr aufzählen kann - viel zu viele :D
Danke an die Kuschelgang, mit der es immer wieder Spaß macht.
Danke an den Main-Verlag für die Möglichkeit, auf der Buchmesse ausstellen zu dürfen und die leckeren Schokoriegel als Bordverpflegung.
Danke an alle, die ich vergessen habe.